1. Untersuchung

Auch einer weniger feinen Nase kann der unangenehme Geruch nicht entgehen, der Serenatas Maul entströmt. Wahrscheinlich liegt es an den Zähnen oder einem Problem im Maul, dass sie nicht richtig gefressen hat. Vom Heu hat sie Röllchen gemacht, um es einzunehmen. Die Tierärztin schaut sich also mal das Gebiss und das Maul an und hört das Herz ab. Zur Untersuchung wird Serenata sediert, da sie niemanden an ihr Maul heran lässt.

Das Zahnfleisch ist an vielen Stellen entzündet, was ihr sicher Schmerzen bereitet. Die Veterinärin spült das Maul aus, und nimmt sich als erstes der Dentalhygiene an. Sie putzt die Zwischenräume der Schneidezähne und den Ansatz zum Zahnfleisch sorgfältig und spült Essensreste gründlich aus. Anschliessend schleift sie die Schneidezähne ab. Die Stallbetreiberin wird für Serenata einen Kräutersud kochen, mit dem die Pflegerinnen Serenatas Maul regelmässig spülen. Dazu nutzen sie eine überdimensionale Spritze.

Wichtig ist jetzt, dass Serenata fressen kann, bevor wir überhaupt schon ans Trainieren – geschweige denn ans Reiten – denken können.

Nach dem Abhören des Herzens schaut die Veterinärin ebenfalls eher ernst drein. Sie hört ein Geräusch, das auf Herzklappenfehler schliessen lässt.

Wir schauen beim Wegfahren unser Pferd an. Es ist ganz klar, sie ist jetzt in unserer Obhut und wir werden alles tun, damit es ihr besser geht. Wir haben sie beide sehr sehr gern und freuen uns ja so, dass sie bei uns ist. Aber was wird da wohl auf uns und unser Pferd zukommen?

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