Georg übt mit Serenata, danach darf ich mit Ecume, Danielas bildschöner Jungstute, meine ersten Bodenarbeitsversuche machen. Sie ist erst fünf, aber sie weiss schon etwas besser, was von ihr erwartet wird. Ich habe ja von Bodenarbeit keine Ahnung, mache das zum ersten Mal. Also ist sie wohl gespannt, ob das mit mir gleich läuft wie mit Daniela.
Ich lerne, wie ich die Arme halten und die Gerte einsetzen soll. Mit Blick auf Ecumes Hinterhand treibe ich sie, und sie fällt in einen flotten Trab. Die Geschwindigkeit lässt sich regulieren – aber wie? Peitsche oben/unten, Druck auf Hinterhand erhöhen/senken. Wegschicken geht ganz gut, auch im Kreis wenden und sie zu mir holen geht gut, sogar rückwärts einige Schritte machen funktioniert. Ecume hat allerdings gern ihre Nase ganz an mir dran, knabbert an meinem Ärmel und schnauft mir in die Ohren, und ich „stüpfe“ sie immer wieder ein wenig von mir fort.
Etwas schwieriger wird es mit den Kegeln. Das kennt auch Ecume noch nicht. Wir versuchen Slalom um diese Dinger, aber erst muss sie sie alle abschnüffeln. Auf eine Seite geht richtig gut, ich bin ganz erstaunt, wie sie mir folgt. Andersherum laufe ich in sie hinein – oder sie in mich, da wissen wir voneinander nicht so recht, wie das gehen soll. Daniela hilft und zeigt mir, wie ich sie stoppen und vor ihr durch die Seite wechseln kann. Wenn ich Ecume vorausgehe und meinen Kopf auf ihre Hinterhand richte, gelingen uns kleine Kreise um einen Kegel herum. Ganz ohne Worte, nur mit Körpersprache.
Wir schliessen einige Führübungen mit dem Führstrick an. Wenn Ecume an der inneren Seite geht, bin ich langsamer und sie kann mich überholen. So landen wir vor dem Zaun und bringen keine Linkskurve hin. Ich muss noch lernen, sie zu bremsen und vorausschauend auf ihre Aktion/Reaktion zu handeln.
So kann ich mich schon mal mit dem Pferd beschäftigen ohne zu reiten. Ich bin glücklich darüber und fühle mich wunderbar. Das macht wirklich Spass :)! Und Ecume ist nach einer halben Stunde etwas unkonzentriert und scheint nicht mehr so richtig zu mögen. Wir hören mit einem Erfolgserlebnis, einem Kreis rund um einen Kegel, auf. Und natürlich gibt es eine wunderbare Leckerei zur Belohnung für Ecume 🙂
