Waldspaziergang, Fortsetzung

Vor zwei Tagen suchten wir einen geeigneten Ort, um im Wald mit Serenata Fotos zu machen. Wir fanden einen traumhaft schönen Platz, licht, mit hohen Tannen und moosbedecktem Boden, ein Tanzort für Feen! Der Platz liegt in der Nähe der Strasse, wir hätten mit Serenata allerdings recht lang der Strasse entlang gehen müssen. So entschieden wir uns, einen Weg ab einem grösseren Waldweg zu erkunden.

Nun sieht ja im Forst alles immer wieder gleich und ähnlich aus, entsprechend schwierig fanden wir es, den selben Weg wieder zu finden, als wir mit Serenata frischen Mutes in den Wald hinein spazierten. An den Kühen vorbei ging alles glatt und ohne Mühe, auch in den Waldweg hinein, den sie bereits von einem früheren Spaziergang her sicher wieder erkannte. Die Abzweigung auf den schmalen Pfad war ihr dann allerdings nicht mehr ganz geheuer, und sie schnaubte ab, schaute überall herum und fühlte sich offensichtlich immer weniger sicher.

Das Fotoshooting wurde entsprechend schwierig, da Serenata sich unsicher fühlte und keinen Moment still stehen mochte. Auch ein kleiner Grasplatz zum Beruhigen half wenig. Sie frass zwar ein paar Büschel, aber stellte immer wieder den Kopf hoch und die Ohren scannten die Umgebung ab. Kein Zweifel, sie wäre am liebsten geflohen.

Ich stelle einmal mehr fest, dass es wenig hilft, wenn ich nur die Sichere spiele, dies aber wenig glaubhaft auf das Pferd wirkt, wenn ich es eben nicht bin. Der Heimweg konnte dann nicht schnell genug gehen – ständig hatte Serenata eine Kopflänge Vorsprung, und ich musste sie mit 360-Grad-Wendungen um mich herum disziplinieren. Gern hätte ich ihre Nase vom Druck des Führstricks entlastet, aber da gab sie mehr Gas.

Ich warte nun gespannt auf die Fotos 🙂 Ob etwas daraus geworden ist? Heute war Serenata brav auf dem Platz und hörte gut auf meine Kommandi. Nachtragend scheinen Pferde nicht zu sein!