Anti-Schreck

Letzten Freitag war der Anti-Schreck-Parcours in Matzenried noch aufgebaut, und Daniela bot an, statt eine „normale“ Reitstunde abzuhalten, diesen Parcours zu durchlaufen, gehend mit dem Pferd und/oder nachher im Reiten.

Wir waren sofort begeistert von der Idee, ist es doch eine Weile her, dass wir zum letzten Mal so einen Parcours absolviert haben. Das Wetter war von Bise dominiert und daher ziemlich wild, die Bänder und die Schwimmhilfen flatterten und auch die „Tunnelstangen“ wehten hin und her.

Ich freute mich wieder so fest zu sehen, wie obercool Farah die Hindernisse mit mir durchläuft. Die Schwimmhilfen standen ca 1 Meter auseinander, und als wir sie problemlos passierten, fand Daniela, ich könne sie ja noch viel näher zueinander stellen, sodass sie sich überkreuzen. Auch das beeindruckte Farah keineswegs. Etwas Mühe bekundete sie nur mit den Paletten, sie sah nicht ganz ein, warum sie nicht einfach daran vorbei gehen statt darüber steigen solle. Es war auch etwas schwierig, sie in der Mitte anzuhalten.

Danach das Ganze geritten. Wir marschierten durch die Tunnelbögen, wir schritten über die Petflaschen hinweg, die knirschten und ächzten, kein Wimperzucken, wir durchschritten die Schwimmhilfen und die Flatterbänder, alles ohne Probleme. Wir hielten auch mitten in den Flatterbändern an, und diese schlangen sich um Farahs Bauch und Beine – alles liess sie völlig unbeeindruckt. Auch die Wippe meisterten wir völlig gelassen.

Dann sollte ich den Besenstiel mit Flatterbändern greifen und damit über Farahs Hals und Beine streichen. Dann damit reiten und über die Schulter und den Kopf hochheben und wieder senken. Auch keine Probleme! Was für ein Pferd – wow.

Schliesslich lag in der Trickkiste noch eine Büchse mit schepperndem Inhalt. Georg hielt sie vor Farahs Nase und schepperte tüchtig damit. Sie fragte mich, ob das ok sei und dann war es ok. Dann nahm ich den Strick, an dem die Büchse hing und wir gingen über den Platz, die Büchse hinter uns herziehend und wir meisterten damit auch gerade noch einige von den Hindernissen. Dann geriet Farah das Seil irgendwie an oder zwischen die Beine und sie zeigte ihr Unbehagen. Ich verlor mal kurz die Kontrolle, sagte, „ich bin gleich unten“, was aber nicht geschah, ich konnte mich wieder hochangeln und Daniela rief, „lass doch einfach das Seil mit der Büchse fallen“, was ich zwar verstand, aber mit der Hand voll Gegenstände nicht wusste, wo loslassen. Farah machte ein paar Sprünge und wollte losrennen, dann liess ich einfach alles los, Seil mit Büchse, Zügel, Peitsche – Büchse am Boden, Zügel noch am Hals – und Farah stand still. Puh.

Ich bin schon richtig stolz auf dieses Pferd! Daniela hat ein Video zusammengeschnitten. Es ist zu sehen auf http://www.mein-pferd-mein-spiegel.ch/Galerie_Gelassenheit_20230303.htm

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