Pas de deux

Als Vorbereitung und zur Sicherheit im Hinblick auf unsere gemeinsamen Waldritte üben wir das miteinander „manövrieren“. Wir reiten hintereinander her, abwechslungsweise Farah, beziehungsweise Serenata vorne. Wenn Serenata vorne ist, stelle ich fest, dass Farah immer noch ihren Rennpferdmodus einschaltet und sofort auf und nach will. Da muss ich sie noch regelmässig bremsen. Wohler fühlt sie sich, wenn sie vorne ist 🙂

Wir üben ebenfalls nebeneinander her zu reiten, schön auf gleicher Höhe. Dies gelingt, wie die Foto zeigt, nicht immer nach Wunsch, denn Farah hat den kürzeren Schritt als Serenata. Wir schaffen es schon gar nicht so schlecht im Schritt, wie im Trab, zumindest wenn Farah nicht die Ohren anlegt und Serenata bedroht, was sie neuerdings wieder tut. Es hat sich in der Herde von Farah durch den Wegzug eines Wallachs wieder eine Veränderung ergeben, und so muss sie sich in der Rangordnung wieder neu behaupten, bzw sieht ihre Chance, einen der Wallache nun zu „überholen“ und ca Nummer 4 zu werden.

Noch gesteigert wird die Schwierigkeit in der Übung dann damit, dass wir gegenteilige Volten reiten, wobei wir uns immer wieder in der Mitte des Platzes treffen. Serenata wie Farah versuchen zuerst, dem anderen Pferd zu folgen. Und das schwierigste am Schluss ist das gegeneinander Traben. Das geht allerdings und überraschenderweise fast einfacher als nebeneinander her.

Inzwischen waren wir schon mehr als einmal ausreiten im Wald. Es klappte alles bestens, d.h. beim letzten Mal wollte Serenata unbedingt lostraben und Georg hatte Mühe, sie davon abzuhalten. Damit sie nicht hinter mir plötzlich ausbricht, brachte Georg Serenata erst mal mit Absteigen unter Kontrolle. Ich ritt weiter, den ganzen Weg ganz allein. Das war wunderbar (obwohl mich der Gedanke beschäftigte, ob Georg die Sache wohl im Griff habe und Serenata nicht auf einmal allein hinter mir her stürmen würde). Georg ist mittlerweile mit seiner Stute so souverän, dass nichts Dummes geschah und wir bei bester Laune im Stall ankamen. Und ich jubelte innerlich über meinen „Alleinritt“.

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