bevor Serenata gedeckt werden kann, muss sie die sogenannte Tupferprobe überstehen. Die Tierärztin entnimmt zwei Proben. Die eine an der Klitoris, die andere im Gebärmutterhals. Serenata wurde noch nie getupfert, sie hat auch noch nie ein Fohlen geboren. Also heisst es für Sabrina, die Tierärztin, gut aufzupassen. Denn bekanntlich haben die Stuten ihre Waffen hinten, das heisst, sie können ganz tüchtig ausschlagen…
Wir machen uns zu Dritt bereit: Mit meiner operierten Hand habe ich die schönste Aufgabe, nämlich Serenata, die im Futterständer steht, festzuhalten und zu beruhigen. Mit einer grosszügigen Portion Heu gelingt das ganz gut!
Susanne muss den mit Tape eingebundenen Schweif hochhalten, was sich nach einer Weile als ziemlich anstrengend erweist.
Sabrina schliesslich leert den Darm damit sie nicht unerwartet vollgeäpfelt wird, reinigt das Schloss sorgfältig und prüft die Gebärmutter auf Rosse, (alles ist so wie es sein muss) bevor sie die erste Probe an der Klitoris entnimmt. Pipetten sind für alle Entnahmen vorbereitet, alles ist steril. Die Entnahmen im Gebärmutterhals sind deutlich schwieriger zu machen, denn jetzt müssen ca 1m lange „Stangen“ eingeführt werden. Serenata quittiert mit Unruhe. Zum Glück ist sie gleich wieder mit Heu zu besänftigen. 🙂 . Die Stangen mit dem Tupfer an der Spitze werden in eine Pipette eingeführt, auf die richtige Länge abgeschnitten und die Pipette wird verschlossen.
Jetzt gilt es einige Tage zu warten, bis der Laborbericht vorliegt. Negativ ist in diesem Fall positiv, d.h. guter Bericht.
Heute ist der Laborbericht nun eingegangen, wie erhofft ist das Resultat negativ. Serenata und Rifai dürfen sich freuen. In knapp 3 Wochen, wenn die nächste Rosse ansteht, werden sie sich nicht nur von weitem anfanen dürfen sondern einander so richtig geniessen dürfen. Ich freue mich schon jetzt für die Beiden.
