Flegeln

Heute wollte ich Farah zum Longentraining holen. Die grosse Stutenherde, zu der mittlerweile auch Serenata gehört, gruppierte sich um die zwei Heuraufen und alle waren mit Fressen beschäftigt. Ich liebe dieses Geräusch, das mampfende Pferde machen, es erfüllt mich mit Zufriedenheit und heitert mich auf!

Ich rief, schon von weitem, wie ich es immer mache, nach Farah. Diese ignorierte mich vollkommen – ja, sie rannte sogar fort, als ich sie bei der Heuraufe aufhalftern wollte. Kaum näherte ich mich, rannte sie davon und/oder versteckte sich hinter einer Kameradin, so dass ich mehrere Minuten brauchte, um ihr nahe zu kommen. Ich versuchte es dann mit Strenge, und schliesslich bequemte sie sich in meine Nähe, nahe genug, dass ich ihr den Strick um den Hals legen konnte. Danach trottete sie brav mit mir zur Anbinde.

Seit sie mit der Hierarchie in der Stutengruppe beschäftigt ist, folgt sie mir etwas weniger gern – als würde sie in der Zwischenzeit etwas nicht verpassen wollen. Es hat sich ja auch einiges verändert seit dem Sommer, und Farah sucht immer noch ihren Platz. Vielleicht wollte sie mir auch den Finger zeigen, weil ich seit Samstag nicht mehr bei ihr war. Mir tat es leid, dass wir am Montag den Reitunterricht sausen lassen mussten, aber manchmal geht es halt nicht anders. Ich sehe schon, einmal mehr, mehr Dezidiertheit kann bestimmt nicht schaden 🙂

Die Reitbeteiligung ist inzwischen mit Farah im Wald unterwegs gewesen, auch in Trab und sogar Galopp. Das habe wunderbar geklappt und macht mich froh. Hier zur Abwechslung mal ein Bild der prächtigen Herbstnatur.

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