Farah und ich sind daran, uns aneinander zu gewöhnen. Und Farah gewöhnt sich langsam an Formen, die unsere Zusammenarbeit erleichtern 🙂 Dazu gehört, dass sie bei der Pflege stillsteht, brav die Hufe gibt, nicht immer bettelt. Ich gebe mir Mühe, sorgfältig mit ihr zu sein, nicht an den Beinen zu reissen, nicht am Behang zu rupfen, den Sattel fein aufzulegen, die Gurten mit Gefühl anzuziehen.
Wenn ich aufsteige, soll Farah ganz still stehen. Und das üben wir jetzt immer und immer wieder. Es braucht meine Geduld! Aber wird sich lohnen, vor allem wenn wir dann wieder im Gelände unterwegs sein werden.
Mit dem Traben geht es nun schon recht gut, Farah merkt, dass sie im Trab bleiben soll, und ich kann mittlerweile sogar ihr Tempo regulieren. Das macht doch grosse Freude. Noch hält sie allerdings den Kopf weit oben, und wenn ich antrabe, versuche ich, es ganz fein zu machen. Wenn es gut ist, bleibt ihr Kopf zwar etwas hoch, geht aber nicht noch höher. Schön ist, wenn ich merke, wie sie anfängt zu schwingen.
Wenn Farah vom langen Traben müde wird, fängt sie an, mit dem Kopf zu schlagen. Das sei etwas die Eigenheit der Araber, meint die Reitlehrerin. Ich versuche, es zu ignorieren und einfach etwas zu treiben. Es gibt für uns zwei noch Vieles zu lernen!