Die Herde Marokkanerinnen scheint vom Schnee elektrifiziert zu sein. Farah und ihre temperamentvollen Kolleginnen Elhiafa, Flifla, Zahrat, Gribouille sausen hintereinander her über die Schneeweide und verwerfen Kopf, Hinterteil, alle Viere um die Wette. Nur Gribouille kennt Schnee, die anderen vier sind im August in die Schweiz gelangt, als es noch überaus heiss war.
Wir haben heute auf dem Auslauf/Reitplatz weiter mit Farah geübt, zuerst habe ich sie longiert und immer kleinere Volten verlangt, dann vorsichtig etwas Trab, damit sich Farah an den etwas rutschigen Untergrund gewöhnen kann. Sie schien zuerst wieder recht geladen zu sein, verwarf den Kopf und ging beim Trab richtig los, führte aber brav aus, was ich von ihr verlangte. Dafür durfte sie einen Moment ganz frei auf dem Platz umherrennen. Das machte ohne die Freundinnen allerdings weniger Freude.
Ich sattelte sie und wir ritten hinter Georg mit Serenata her, in Schlangenlinien und in Volten um die Pylonen. Es ging sehr gut. Farah lernt schnell, sie will vor allem bei Serenata bleiben. Zuerst ging Ailen noch mit, dann blieb sie in der Mitte des Platzes stehen – und auch Georg und Serenata blieben mittendrin stehen. Farah hörte gut auf mich und wir ritten um Mensch und Pferd herum. Sie hat meine Anleitungen begriffen und abgeschleckt. Ein schönes Gefühl.
Danach durfte sie mit den Marokkis wieder übers Feld rasen 🙂