Gestern war es trüb und der Schnee lag schwer auf Ästen und Wegen. Wir hatten trotzdem das Bedürfnis, mit Serenata und Farah einen Spaziergang zu unternehmen und machten unsere zwei Schönen bereit. Ich war noch nie mit Farah, in Begleitung von Georg mit Serenata, ohne weitere Stallhilfe unterwegs und war gespannt, wie sich das anfühlen würde.
Serenata war um die zwei Uhr nachmittags jeweils schon etwas hungrig und kaum waren wir an der Strasse oben, zerrte sie meinen Mann an die Böschung, um zu grasen. Dumm nur, dass gerade der Führstrick riss, so heftig war ihre Bewegung. Georg schaffte es, einen Knoten zu binden, und so konnte es los gehen. Farah schaute sich neugierig um, scannte das weite Feld auf der einen Strassenseite und beschnupperte mal einen Busch, einen Pfosten, einen Baumstrunk, machte aber einen sehr unaufgeregten Eindruck.
Während Serenata immer wieder Futter suchte und Georg sie davon abhielt, verhielt sich Farah ruhig und ausgesprochen gelassen, obwohl sie Wald ja nicht kennt. Sogar ein furchteinflössendes Monster von einer Baumpflegemaschine, das unmittelbar neben dem Weg ein Wendemanöver machte und dabei einen kurzen Moment mehrere Scheinwerfer auf uns richtete, brachte sie nicht aus der Fassung.
Ich bin sehr beeindruckt, wie cool meine Schöne bleibt, und wie ruhig und entspannt sie neben mir her trottet. Das war eine sehr gute und schöne Erfahrung 🙂