Eine unserer grossen Baustellen war von Anfang an die Strahlfäule. Drei Hufe waren betroffen, zum Teil waren die Furchen sehr tief und ihnen entströmte ein äusserst unangenehmer Geruch. Seit Monaten sind wir – bzw wieder mein Mann – daran, diese Fäulnis, die durch Bakterien entsteht und durch nassen Untergrund gefördert wird, zu bekämpfen mit allerlei Mitteln.
Der Hufpfleger ermahnte uns, die Furchen nicht mit besonderen Mitteln zu bestreichen/besprayen, sondern sie lediglich gründlich herauszuputzen und anschliessend ganz fest zu stopfen. Das rege die Hornbildung an und so schliesse sich die Furche mit der Zeit. Ich muss schon zugeben, es war zeitweise eine beinahe hoffnungslose Angelegenheit, vor allem den Winter hindurch, der ja nicht besonders streng und nass war, aber wo der Boden halt doch recht durchnässt war, die Hufe immer wieder durchzuputzen.
Nun zeigen sich Erfolge an zwei der Hufe, bei denen die Furche sich geschlossen hat. Nur ein Huf bleibt noch zu behandeln. Eine riesige Erleichterung!
Gute Nachrichten gibt es auch für die Frage nach Schuhen: Da sich die Hufe vom Beschlag gut erholt haben und wir regelmässig mit Serenata durch den Wald gegangen sind, wo die Wege mit grösserem und kleinerem Kies belegt sind, hat sich Serenata gutes Horn zugelegt, sodass der Huf schön fest geworden ist. Ich weiss noch, wie sie am Anfang, vor einem Jahr, auf diesen Wegen wie auf Eiern ging – wie ich, wenn ich barfuss über Kies gehen muss 🙂 – und versuchte, am Rand des Weges auf dem Gras zu gehen, jetzt tritt sie forscher und sicherer auf und wir traben über diese Wege. In dieser Beziehung haben wir Glück gehabt!