Longieren

Endlich, nach langem Suchen, haben wir einen Kappzaum gefunden, der dreifach gebrochen ist und so auf der Nase liegt, dass er nicht dauernd verrutscht. Ich bin froh, dass wir nun mit unseren eigenen Sachen üben können und nicht ständig Dinge ausleihen müssen, obwohl das von Seiten Stallbesitzerin überhaupt kein Problem wäre.

Nach deren Vorbild haben wir heute morgen 8 Pylonen in einem Kreis aufgestellt und Serenata an der Longe in Schlangenlinien darum herum geführt, mal innen herum, mal aussen herum, immer schön abwechslungsweise. Zuerst ist es schon eine Übungssache, die Longe schön zu führen, nicht daran zu ziehen und das Pferd nicht auf sich auflaufen zu lassen. Die Longe sollte nicht durchhängen, so dass das Pferd oder wir selber darauf stehen könnten und allenfalls zu Fall gebracht werden. Mit Hilfe der Gerte sollte das Pferd angetrieben und von sich fern gehalten werden, also von hinten „Gas geben“, vorn an der Schulter Abstand markieren 🙂

Wenn wir das vorgeführt bekommen, dann ist es geübt und eingespielt und sieht harmonisch und einfach aus, aber selber machen ist schon noch etwas Anderes! Geht man zu weit vor das Pferd, bleibt es stehen, geht man von ihm weg, kommt es hinterher. Sieht man dem Pferd auf die Hinterhand, dreht es ein. Und wenn die Signale nicht klar sind, kann Serenata ihrem Unwillen ganz schön Luft verschaffen.

Wir können uns nicht vergleichen mit jemandem, der das seit vielen Jahren geübt hat. Versuchen wir es also – eins ums andere – und heute ging es richtig gut. Zuerst versuchte ich es mit 4 Pylonen, um einen aussen herum, am anderen innen vorbei. Das ging so gut, dass Georg mir weitere 4 hinstellte. Wir hatten richtig Spass, ich glaube, auch Serenata hat es gefallen! Und sie hat so gut mitgemacht, obwohl den anderen Pferden in Sichtweite die Kraftfutterbeutel um die Köpfe gelegt wurden!

Gut sind wir dann damit, wenn wir es im Trab schaffen.

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