Neue Freundin

Für Serenata stellt sich immer mehr Normalität ein. Sie bewegt sich in der Herde sicher und gut, sie scheint da gut aufgehoben zu sein. Wenn die Gruppe in den Laufstall strömt, sei Serenata hinter der Leitstute immer als zweite in der Fressbox. Sie macht nicht mehr so einen aufgeregten Eindruck, wenn sie Essen sieht/riecht oder wenn die anderen in den Stall laufen und sie mit uns draussen auf dem Viereck bleibt. Ausnahme bildet nur der Futtersack mit einem Getreidemix, der ihr fast den Verstand raubt 🙂 Wenn die Stallhelferinnen mit der Garette, voll beladen mit Futtersäcken, aus dem Depot herausfahren, ist kein Halten mehr. Es fängt eigentlich schon an mit der Aufregung, bevor die Garette erscheint, einfach weil alle „wissen“, dass es Zeit ist dafür. Da ist ein Geschnaube und Gescharre, ein hin und her Wuseln, alle stecken sich gegenseitig an. Muss ja Suchtpotenzial haben, das Zeug!

Es sind zwei neue Pensionspferde angekommen, sie werden noch getrennt von der Herde gehalten, aber allmählich integriert. Eines davon ist eine Araberstute, weiss, sehr zierlich. Auch sie wird nun aufgefuttert. Am Nachmittag werden sie und Serenata zur Heuraufe geführt und von den anderen getrennt. So können sie in Ruhe mehr fressen. Die Abtrennung zwischen den beiden ist schon schnell nicht mehr nötig gewesen. Die zwei mögen sich! Auch nachher, wenn Serenata im Laufstall ist und die weisse Araberstute gleich nebenan, läuft Serenata immer wieder zu ihr, und die zwei grüssen sich.

Nun haben wir etwas ziemlich Befremdliches gehört. Die weissen Pferde zieht es zueinander. „Wissen“ Pferde, dass sie weiss sind? Macht es ihnen irgend etwas aus, welche Farbe sie tragen? Haben sie ein Bewusstsein dafür? Der Begriff Rassismus ist gefallen. Sehr sehr seltsam. Mich befremdet dies sehr. Ich halte es für unsinnig, menschliche Kriterien auf Pferde zu übertragen. Zum Glück kann der Mensch die Pferde nicht indoktrinieren –

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