Entspannung

Zwar ist in Bezug auf den Gesundheitszustand von Serenata noch vieles unklar. Wir werden in zwei Tagen einen Gesundheitscheck mit der Tierärztin vorsehen. Trotzdem sind wir inzwischen etwas entspannter.

Wie froh sind wir, diesen Stall gewählt zu haben. Serenata ist in kompetenten und guten Händen. Ihre Zähne werden täglich mehrmals mit dem Kräutersud gespült. Das mag sie allerdings überhaupt nicht, versucht, sich zu wehren und den Kontakt mit dem Maul zu vermeiden. So ist es nicht gerade schön, die Putzaktion mit anzuschauen. Aber sie tut ihr und ihrem Zahnfleisch gut. Und sie frisst.

Mash oder Maische wird ihr ebenfalls verfüttert, zusätzlich zu viel Heu. Wir beobachten, dass sie die Tendenz hat, ein Maul voll zu nehmen, sich dann aber wieder abzuwenden, um die vielen Umwelteindrücke aufzunehmen. So lenkt sie noch vieles ab. Zum Beispiel das kleine Pony im Auslauf neben dem ihren. Ständig geht sie zum Zaun hin, schaut dieses in ihren Augen bizarre Wesen an, stellt die Ohren aufmerksam nach vorn und bläht die Nüstern. Ein kleines Ungeheuer 🙂 Ob man sich davor fürchten sollte? Ob es gefährlich ist? Das selbstbewusste Pony hingegen im Rang einer Chefin vermittelt den Eindruck, easy, ich bin grösser als du!

Noch ist Serenata halt vieles nicht vertraut, aber das kommt schon. Die Fütterungszeiten hat sie sich jedenfalls bereits gemerkt! Aus ihrer Box im Gruppenlaufstall kann sie die anderen Pferde beobachten und sich schon mal beschnuppern lassen und selbst die anderen beschnuppern. Auch auf dem für sie abgetrennten Aussenbereich oder Weide kann sie sich zurückziehen oder mit den anderen in Kontakt treten. Sie wird immer in der Nähe ihrer künftigen Kolleginnen gelassen, aber noch eine Weile lang nicht mit ihnen zusammengeführt. Wir vertrauen da ganz auf die Stallbetreiberin, wann es so weit sein wird, dass sie in die Herde darf.

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